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Evritania

Die Präfektur Evrytania (griechisch Νομός Ευρυτανίας, Kurzezeichnung Ευρυτανία, gesprochen und alternative Transskription Evritania) ist eine der 54 Präfekturen in Griechenland. Der Verwaltungssitz der Präfektur (Hauptstadt) und zugleich größte Siedlung in Evrytania ist die Stadt Karpenissi.

Sie befindet sich im Westen der Verwaltungsregion Mittelgriechenland in der Mitte des südlichen Teils des griechischen Festlands. Eine Küste am Meer hat Evrytania nicht. Sie grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Präfekturen Karditsa (Thessalien) im Norden und Nordosten, Fhthiotis (Mittelgriechenland) im Osten und Südosten sowie Ätolien-Akarnanien (Westgriechenland) im Süden, Südwesten, Westen und Nordwesten.

Evrytania wird durch mehrere Gebigsmassive in seiner Geographie dominiert. Ebenen sind rar, lediglich die Flusstäler bieten knappen Raum für Landwirtschaft und ausgedehntere Siedlungen. Es hat keinerlei Küstenlinie am Meer; die nächstgelegene Meeresküste wäre die Ostküste des Ambrakischen Golfs des Ionischen Meers im Westen in ca. 30 km Luftlinie.

Im Norden und Nordwesten der Präfektur finden sich die Massive des südlichen Pindos-Gebirges mit Gipfelhöhen von über 2.000 m über N.N. In diesem Massiv findet sich auch der zweithöchste Punkt der Präfektur mit dem Berg Pteris auf einer Höhe von 2.128 m über N.N. Aus den unmittelbar südlich gelegenen Agrafa-Bergen entspringt auch der Fluss Agrafiotis und fließt nach Süden (zunächst parallel) zum Acheloos, wobei seit 1969 das südliche Agrafiotis-Tal einen Teil des Kremasta-Stausees des Acheloos bildet. Im Nordwesten bildet das Tal des Acheloos und im Westen der Kremasta-Stausee die Grenzlinie der Präfektur. Das Tal des Acheloos durchschneidet dabei die Berge des südlichen Pindos-Gebirges. Im Nordosten finden sich zwischen den Tälern des Flusses Agrafiotis und des Flusses Tavropos (Megdova) ausschließlich Berge des südlichen Pindos-Massivs.

Der Südwesten und Süden von Evrytania ist durch das Panetoliko-Massiv und dessen Gipfel (Giorla 1.924 m über N.N.) begrenzt. Das Tal des Flusses Krikellopotamos mit dessen nördlich gelegenen Massiv des Kaliakouda (2.052 m über N.N.) und dem südlich des Flusstals gelegenen Gipfeln des Platani (1.779 m über N.N.) und Anninos (1.708 m über N.N.) füllt den Süden der Präfektur aus. Das Oxia- und Kokkalia-Massiv (1.922 m und 1.720 über N.N.) schliessen die Präfektur nach Südosten und Osten hin ab.

In der östlichen Mitte der Präfektur liegt im Tal des Flusses Karpenissiotis die Hauptstadt Karpenissi. Unmittelbar östlich-nordöstlich der Hauptstadt findet sich das Tymfristos-Massiv mit einer maximalen Höhe von 2.315 m über N.N. Der Tymfristos ist zugleich auch der höchste Punkt der Präfektur Evrytania sowie auch ein bekanntes Skigebiet in Griechenland. Zugleich füllt es den Osten der Präfektur aus und grenzt diese zur Präfektur Fhthiotis hin ab. Das Tymfristos-Massiv wird nach Norden und Westen hin durch den Fluss Tavropos (Megdova) und dessen Tal hin begrenzt. Der Tavropos fließt zunächst in südlicher, dann in südöstlicher Richtung zum Acheloos, nach dessen Aufstau zum Kremasta-Stausee in diesen selbst.

Die Region der Präfektur Evrytania war sehr wahrscheinlich bereits in vorantiker Zeit besiedelt. Fundstücke von Werkzeugen aus der Region datieren auf 5.000 Jahre vor Christi Geburt. Fundstücke von Werkzeugen aus der unmittelbaren Umgebung von Karpenissi datieren auf 2.000 bis 1.600 vor Christus wie Pfeilspitzen. Zwischen 2.000 und 1.600 vor Christus bewohnten Menschen aus einem böötischen Stamm die Gegend in Evrytania. 1433 vor Christus erschütterte ein grosses Erdbeben die Region (Beben von Deukaliona). Zwischen 1.300 und 1.000 vor Christus wanderten die Dorer nach Griechenland ein. Dies veranlaßte die ursprünglich in Thessalien wohnhaften Ätolier sich nach Süden zu bewegen, so daß diese die Region Evrytania besiedelten. Im weiteren Verlauf durch den Zug der Dorer bildeten sich vier Bevölkerungsgruppen im Gebiet der heutigen Präfektur Evrytania: im Norden und Nordosten die Doloper, im Westen, in der Mitte und im Südösten die Evrytanier (oder Euritanier), im Süden die Ätolier, im Westen und Nordwesten die Agraioi und im Norden bis in die Mitte reichend die Aperantoi. Die Siedlungsgrenzen der einzelnen Bevölkerungsgruppen orientierten sich dabei vorwiegend an den Flusstälern. Die bedeutendste Bevölkerungsgruppe waren dabei die Doloper, welche auch bei der griechischen Militärexpedition nach Troja teilnahmen.

Source unter GNU Licence von: http://de.wikipedia.org/wiki/Evritania 

 

 

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